7. August: Taucha

21 Uhr auf dem Marktplatz, alternativ in der St. Moritz Kirche
Eintritt frei.

FILMABEND MIT ANSCHLIESSENDEM FILMGESPRÄCH

PROGRAMM

Maman Maman Maman

Lucia Margarita Bauer | 37 min | D 2019

Viel zu selten erleben wir den Prozess des Abschiednehmens als absurde, potenziell sogar urkomische Geschichte. Lucia Margarita Bauers Großmutter Babet Berger starb am 6. April 2012. Die Geschichte ihrer halbkriminellen Überführung vom süddeutschen Riedlingen via Paris (inklusive Bustour und Seine-Rundfahrt) ins französische Grab ihres Ehemanns war Ausgangspunkt zum Film Maman Maman Maman, mit dem sich Lucia auf die Suche nach ihren eigenen Wurzeln begibt und wie selbstverständlich an der einen oder anderen Abzweigungen hängen bleibt.
Wie schon bei ihrem Debütfilm Die Schlange im Einmachglas aus dem Jahr 2013 bedient sich Lucia in Maman Maman Maman zahlreicher filmischer Quellen – Briefe, Fotos, Gegenstände aller Art, Handyfilme der Cousinen, eigene Aufnahmen der Urgroßeltern, sowie Super-8-Filme der Großmutter selbst. Entstanden ist ein kaleidoskopartiges Anti-Portrait, dessen Partikel in alle Richtungen streben, dessen Zentrum aber bis zum Schluss obskur bleibt – über das Leben und die tiefe Verwandtschaft von Tragik und Komik, Slapstick und Tod. (Quelle: joon film)

Die Regiesseurin ist für das anschließende Filmgespräch anwesend.

Fight!

Ayala Shoshana Guy | 19 min | D 2017

Ayala, eine junge israelische Filmemacherin, geht zum „Sin-City Boxgym“ in Leipzig. Ihr Ziel, im Fitnessstudio einen „echten“ Film zu machen und der Wunsch, eine „echte“ Kämpferin zu werden, verschmelzen zu einem Prozess. Dabei wird schnell klar, dass beide Ziele hoffnungslos sind. Während des Trainings entsteht eine merkwürdige Verbindung zwischen ihr, Trainer Maik und Boxchampion Massau und langsam entwickelt sich ein Dialog über Zugehörigkeit und Fremdheit. Die Handlung entfaltet sich als eine Mischung aus Traum und Realität, individuellen und kollektiven, lokalen und globalen Erinnerungen. In einem persönlichen Moment werden Fragen des Geschlechts und der ethnischen Zugehörigkeit berührt.

Der Film entstand aus mehr als hundert Stunden Training, die in einem Zeitraum von vier Monaten im „Sin City Boxgym Leipzig“ gedreht wurden.

After the Crash

Hito Steyerl | 6 min | D 2009

After the Crash ist Teil der filmischen Trilogie In Free Fall (mit den dazugehörigen Teilen Before the Crash und Crash), die Aspekte von Wiederverwertbarkeit und den Lebenszyklen von Dingen reflektiert. Im Mittelpunkt von After the Crash steht ein kleiner Flughafen in der kalifornischen Wüste, der als Flugzeugschrottplatz genutzt wird. Die Bilder von Flugzeugwracks werden zum Sinnbild für die derzeitige Wirtschaftskrise und den Börsencrash, während der Besitzer des Schrottplatzes vom Paradox des ökonomischen Erfolgs in Zeiten der globalen Krise berichtet: Während die Wirtschaft scheinbar stagniert, füllt sich der Flugplatz mit ungenutzten Flugzeugen, die auf unterschiedliche Weise wiederverwertet werden.
(Quelle: n.b.k.)

Östliche Landschaft

Rolf Richter, Eduard Schreiber | 13 min | D 1991

Der Film beschreibt ohne Worte, wie viele Ostdeutsche nach der deutschen Wiedervereinigung und dem Ende der DDR ihre Bindungen zu ihrer Vergangenheit lösten.

HINWEIS

Aufgrund der besonderen derzeitigen Situation, bitten wir den Mindestabstand von 1,5m zu beachten und für den Fall, dass dieser mal nicht eingehalten werden kann, eine Nasen-Mund-Schutz dabei zu haben.

Wir freuen uns auf euch.