25. Juli: Thallwitz

21 Uhr im Schlosspark Thallwitz.
Eintritt frei.

Kino in Bewegung geht in die zweite Runde!

Unsere Auftaktveranstaltung findet diesmal im Thallwitzer Schlosspark statt.

Vom Wohnschloss zum Jagdschloss, zur kieferchirurgischen Klinik in der DDR, wechselte das Schloß Thallwitz über Jahrhunderte hinweg Besitzer und Funktion. 1994 wurde es geschlossen und 2008 den Erben rückübertragen.

PROGRAMM

Das Fremde. Dokumentarfilm | Detlef Gumm und Hans-Georg Ullrich | 86 min | BRD 1994

Der 1994 vom WDR koproduzierte Dokumentarfilm „Das Fremde“ spürt in der besonderen historischen Situation der Nachwendezeit verschiedenen Erfahrungen der Migration, der Rückkehr und des Fremdseins im eigenen Land nach.

Jean-Jerome Chico-Kaleu Mujemba, Doktor der Wirtschaft aus Zaire, geht als „Schwarzer zum Anfassen“ in brandenburgische Schulen, um bei den Kindern Vorurteile abzubauen. Die Gebrüder Wentzel restaurieren ihren einstigen Familienbesitz in Teutschenthal bei Halle, während der junge Graf Solms die Übersiedelung seines Vaters aus Namibia ins Baruther Schloß vorbereitet. Ein Makler aus dem Sauerland will Grundstücke aufkaufen, um Ferienwohnungen für westdeutsche Kapitalanleger zu errichten. In Greifswald bildet eine Hamburger Lehrerin mit türkischem Migrationshintergrund arbeitslose Ingenieure aus. Jugendliche im Zonenrandgebiet beklagen die Zustände, wollen aber von Zuhause nicht weggehen. Als roter Faden, der sich durch den Film zieht, erzählt die in Cottbus geborene Ärztin Gabriela Willbold, Tochter eines afrikanischen Vaters und einer deutschen Mutter, von ihrem Leben mit der anderen Hautfarbe in der DDR und im wiedervereinigten Deutschland. (Quelle: Werkleitz)

FILMEMACHER

Detlef Gumm. Geboren 1947 in Ludwigshafen. Zog nach einem Praktikum im Tonstudio der BASF nach Berlin, studierte während der Studentenbewegung Publizistik, Theaterwissenschaften und Kunstgeschichte. Gründete 1975 zusammen mit Hans-Georg Ullrich die Produktionsfirma Känguruh-Film.

Hans-Georg Ullrich. Geboren 1942 in Magdeburg. Absolvierte eine Fachhochschulausbildung als Fotograf. Danach erste TV-Erfahrung beim amerikanischen Sender CBS. Drehte eine Reihe preisgekrönter Industriefilme. Arbeitet seit den 70er Jahren mit Detlef Gumm zusammen. Erster gemeinsamer Erfolg war 1973 ihre Dokumentarserie „Alltag – Bilder von Unterwegs“. 1992 mit „Friede, Freude, Katzenjammer“ Gast der Berlinale.

Im Anschluss an den Film wird es Möglichkeit für eine Diskussion geben.

Das Kino wird im Freien statt finden. Stühle werden bereit gestellt. Es können aber gern auch Decken mitgebracht werden.

Aufgrund der besonderen derzeitigen Situation, bitten wir den Mindestabstand von 1,5m zu beachten und für den Fall, dass dieser mal nicht eingehalten werden kann, eine Nasen-Mund-Schutz dabei zu haben.

Wir freuen uns auf euch.